Kandidat*innenbefragung 2017_Antworten Katharina Wolf

Posted on 13. Oktober 2017

Bei der Kandidat*innenbefragung am Mittwoch 4. Oktober 2017 konnten nicht alle Fragen gestellt werden. Es wurde angeregt, dass diese Fragen per Mail beantwortet werden. Hier die Antworten von Katharina Wolf, NEOS:

-Gemeinsamer Ethikunterricht? Warum?

NEOS fordert die Einführung des Unterrichtsfaches Ethik und Religionen für alle statt die bisherige Trennung nach Konfessionen. Ethische Fragen sollen gemeinsam diskutiert und Antworten erarbeitet werden. Eine funktionierende Gemeinschaft basiert schließlich auf klaren und gemeinsamen Regeln, welche auch hinterfragt bzw begründet werden sollen. Religion kann darüber hinaus ein individueller Leitfaden für ein gutes Leben sein. Sie eignet sich jedoch nicht als Grundlage einer offenen Gesellschaft.

-Pensionsreformen? Vor dem Hintergrund der Reformen 2003 und 2004?

Eines der wichtigsten Themen von NEOS. Das bisherige System muss mit, von Jahr zu Jahr, steigenden Steuerzuschüssen am Leben gehalten werden. Damit wird der Gestaltungsspielraum der jüngeren Generationen ebenso von Jahr zu Jahr reduziert. Unser Ziel ist es ein nachhaltiges Pensionssystem für alle zu erreichen.
Das bedeutet Schluss mit Sonder- und Zusatzpensionen für politiknahe Berufsfelder. Stattdessen ein einheitliches Pensionssystem mit  flexiblem Pensionsantrittsalter.

-Verkehr: Was konkret vor umzusetzen? Nicht warten auf Westring und CO?

Einer unserer drei Grundwerte lautet Nachhaltigkeit. NEOS fordert deshalb die Umsetzung bereits seit Jahren vorhandener Pläne zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Für Ottensheim bedeutet das konkret den Ausbau der Schiene zu einen vollwertigen und 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehenden Angebot.
Speziell im Zentralraum selbst, aber auch bei den Wegen zum und vom Zentralraum darf das Auto nicht länger zwingend und alternativlos nötig sein.
Es muss hier allerdings Angebotsorientiert gedacht werden. Einfach, wie bisher, Kosten für Autofahrer zu erhöhen ohne eine vollwertige Alternative anzubieten wird von uns nicht unterstützt.

-Startwohnungen statt Staatswohnungen?

Die NEOS-Position lautet: Wohnen muss wieder leistbar werden!
Das erreicht man einerseits durch den Abbau vieler, vor allem bürokratischer, Hürden im Neubau, andererseits dem Abbau von Hürden in der Vermietung. Im Neubau brauchen wir nicht nur den Mut die Raum- und Verkehrsplanung gleich mit einzubeziehen, sondern ebenso Mut zu neuen Wohnformen. Viele Pendler, Schüler oder Singles suchen kleine und zugleich leistbare Wohnungen. Diese sind derzeit kaum vorhanden. Beispiele wie das Tiny House Movement oder ähnliche Architektur bieten hier leistbare und qualitativ hochwertige Möglichkeiten der Umsetzung. Zusätzlich können auch derzeitige Leerstände im Zentralraum durch erleichterte Vermietungsbedingungen wieder für den Markt reaktiviert werden.

Grundsätzlich sind wir überzeugt dass ein vernünftig geregelter Markt auch im Wohnungsbereich bessere und vielfältigere Angebote schafft als ein staatlich geplanter Staatswohnungsmarkt.

-Flächenverbau, Flächenversiegelung, Leerstände?

Hier muss mehr Nachhaltigkeit in die Raumplanung Einzug halten. Nicht nur dass derzeit zu große Flächen durch die Zersiedelung verloren gehen, so entstehen im der Folge auch noch große Kosten für Erhaltung und Verkehr. Die Distanzen müssen wieder so geplant ein, dass Alltagswege grundsätzlich auch zu Fuß oder mit dem öffentlichen Verkehr möglich sind.

- Was bietet ihre Partei Jungwählern an? Wie wollen sie Jungwähler für die Politik interessieren?

Vor allem mit unseren Themen Bildung und Generationenfairness sprechen wir vielen junge Menschen aus dem Herzen. Auch sind unter unseren Kandidaten prozentuell viele Jüngere.
Als Bürgerbewegung mit sehr flachen Hierarchien, starkem Onlineauftritt und vielen Möglichkeiten auch ohne Mitgliedschaft tätig zu werden, haben wir keinerlei Probleme junge Menschen für unsere Politik zu begeistern. Vor allem durch den von uns geforderten Breitbandausbau in den Regionen werden Berufsmöglichkeiten geschaffen und Alltagswege wie beispielweise Behördenwege zeitgemäß möglich. Auch schwindet der „Nachteil“ fern der „Zentrale“ tätig zu sein.

-B127 Dauerstau – Was wird dagegen getan?

Nachhaltige Lösungen bedingen einen massiven Ausbau öffentlicher Alternativen. Siehe oben.

-Europäische Streitkräfte zusammenarbeit(SSZ) – Neutralität & Friedenspolitik

Die europäische Union ist für uns vor allem ein Friedensprojekt. Gerade in heutigen Zeiten mit steigendem Terrorismus und wachsenden Flüchtlingsbewegungen brauchen wir eine starke und gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Das bedeutet jedoch auch Verantwortung zu übernehmen. Einfach daneben stehen und hoffen, dass andere die Kastanien aus dem Feuer holen wird nicht mehr gehen.

Zwar setzen wir primär auf eine verstärkte Außenpolitik welche durch Anreize, wie dem Zugang zum Binnenmarkt oder privilegierten Partnerschaften, arbeitet. Dennoch sehen wir auch die Notwendigkeit zu einer verstärkten Zusammenarbeit im Bereich Polizei, Geheimdienst und Militär.


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