pro O. Statement zum Hotelprojekt am Schlossberg
Eine Entwicklung dieses Areals kann nur dann unterstützt werden, wenn sie einen klaren Mehrwert für die Bevölkerung schafft. Das Grundstück ist touristisch gewidmet – daraus entsteht jedoch kein Freibrief für eine Bebauung ohne umfassende Folgeabschätzung. Geplant sind 100 Zimmer, die laut Schätzungen bis zu 600 Verkehrsbewegungen pro Tag mit sich bringen. Diese müssten über die Nikolaus-Ambos-Straße und die Jörgerstrasse erfolgen, also an der Volksschule vorbei und durch eine Straße die nur in Teilbereichen über einen Gehsteig verfügt.
Gerade diese Aspekte machen eine sorgfältige, transparente und nachvollziehbare Analyse zwingend erforderlich. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um Sicherheit, Lebensqualität und die Auswirkungen auf Anrainerinnen und Anrainer sowie das unmittelbare Umfeld des Schlosses und unser größtes Naherholungsgebiet, das Rodlgelände.
Erst wenn alle Konsequenzen offenliegen und sichergestellt ist, dass es zu keiner Verschlechterung für die Allgemeinheit kommt, kann eine Zustimmung überhaupt in Betracht gezogen werden.
Ein wirtschaftlicher Nutzen für Einzelne darf nicht zulasten der Bevölkerung gehen. Entwicklung ist nur dann verantwortbar, wenn sie dem Gemeinwohl dient und die bestehende Qualität des Ortes stärkt.
